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         Methoden zur SELBST-Findung

 

   

                 

 

 

 

Im Gegensatz zu den vordergründigeren, greifbareren Methoden, die der <Ich-Werdung> dienen, sind diejenigen, die die SELBST-Findung unterstützen nur zu verstehen, wenn man das, was auf unseren Seiten <Einführung>, <Intention> und <Wege> zu lesen ist, als Vorbereitung gut verinnerlichen konnte.

 

So müsste daraus nachvollziehbar geworden sein, dass Methoden für die Selbst-Findung bzw. SELBST-Werdung nur mittelbar von der Ebene des Ichs aus angewendet werden können. Das ICH, als untergeardnetes Wesensglied, kann prinzipiell den übergeordneten „Trägerkörper“, das SELBST,  unmöglich hervorbringen bzw. seine Entwicklung, sein Wachstum direkt beeinflussen. Das SELBST erweitert bzw. überragt das ICH um eine volle Dimension. Das SELBST erwacht, gleich einem lichtkeimenden Samen am Licht der göttlich-geistigen Welt. Ebenso gedeiht es „nur“ in diesem Reich und reift ausschließlich an und durch die Kräfte dieser Welt.   

 

„Methoden“ können also nicht direkt zum Einsatz kommen.

Es gibt jedoch „Hilfen“, die in unserer Welt angeboten werden können, die sehr wohl dazu beitragen können, das SELBST der geistigen Welt anzuregen, Impulse zu setzen, die es zur Resonanz und dadurch in verstärkte Schwingung versetzen.

 

Da sich die SELBST-Findung in den seltensten Fällen auf einen bereits voll entfalteten (5ten) Trägerkörper stützen kann, sondern diesen erst noch aufbauen muss, sind verschiedene Stufen im SELBSTfindeprozess zu unterscheiden. Es ergeben sich daraus jeweils unterschiedliche Anknüpfungsmöglichkeiten und „Hilfen“.

 

 

Derjenige Mensch, der sich zur Spirituellen Welt hingezogen fühlt, kann selbst oft nicht sagen, was ihn dorthin treibt oder zieht. Er wird vielleicht angezogen von entsprechenden Institutionen, einschlägiger Literatur, oder Menschen. Seine, durch das erwachende SELBST berührte Seele, erfährt dort Labung, sie fühlt sich dort wohl, und ihr mehr oder weniger  bewusster „Hunger“, ihre Sehnsucht nach geistiger Nahrung wird dort befriedigt.

 

Vielleicht entdeckt er, dass er sich auf eine Suche begeben will oder sich bereits begeben hat. Er ist also nicht (mehr) zufrieden mit den Inhalten des alltäglichen Lebens. Je nach dem Grad seiner Bewusstheit erfährt er sich vielleicht auch als schon „Wissender“, der genau sagen und eingrenzen kann, wonach er, bzw. wonach er nicht (mehr) sucht.

Immer jedoch rührt der Impuls zur Suche aus seinem Herzen, ist unbestimmbare Sehnsucht nach Ganzheit, Vollkommenheit. Das Herz als Mitte seines Wesens ist zugleich Quellort seines Seins wie seiner Suche. Bezeichnenderweise ist dieses zugleich der Kompass, der seiner gesamten Entwicklung Richtung und Raum gibt. In dieser Hinsicht ist das Verstandeswissen absolut untergeordnete Instanz.

 

Wenn nun sein Wesen von innen heraus, aus dem Zentrum kommend, angeregt wird, die Höherentwicklung zum SELBST einzuleiten, beginnt das SELBST zuerst damit, sich Erreichbarkeit, Kontakt, Raum zu verschaffen. Es benötigt existentielle Versorgung mit der vollkommen unstofflichen, göttlich-geistigen Energie und göttlich-geistigen Substanz. Um diese zu „besorgen“, leitet es den äußeren Menschen an, sich zu denjenigen Stellen aufzumachen, wo es diese „Treibstoffe tanken“ kann.

Tankstellen sind verständlicherweise nur diejenigen „Orte“, wo zum Einen der bisherige Strom des „äußeren“ Lebens ruhiger fließt. Im Leerwerden, der Einkehr, der Stille klingen sonst so bewegende Lebensprozesse aus. Hier kann sich das Prinzip „Leben“ leichter nach innen kehren, zur Mitte hinwenden. Dort sammelt es sich, eint sich, bündelt sich und schöpft daraus, wie jeder Meditierende aus erdenbezogener Erfahrung weiß, innerhalb kurzer Zeit Kraft, Erholung, Frische, Erneuerung.

 

Dieses „Tanken“ des SELBST muss aber während eines längeren Zeitraumes im Leben stattfinden können - nicht nur in den dazu selbstgewählten Augenblicken. Das geistige Wesen zieht den Gerufenen, das Ich stets mehr in sich hinein, es hüllt ihn in einen Kokon und bewahrt ihn mehr und mehr vor den Bewegtheiten des Tages (der Nacht), bereitet ihm so eine „Hülle“ zur geschützten Verwandlung und „verborgenen“ Ausbildung bzw. Erweiterung seines Geistkörpers. Es nährt ihn, versorgt ihn mit entsprechenden Energien. So baut es, vielleicht über viele Jahre, an seinem neuen, aber noch unerkannten Trägerkörper, innerhalb der „Mauern“ des bisherigen, alten Wesens aus Leib, Ätherleib, Seele und Ich. Interessanter- aber nachvollziehbarerweise baut es vor allem nachts an (und um), denn:

 

der Herr gibts den Seinen im Schlaf“!

 

Während des äußerlichen Stillewerdens und den Stadien der Umkehrung und Verwandlung bildet sich langsam und im „Verborgenen“ der neue, rein geistig-göttliche Trägerkörper samt neuer Organe aus. Dies geschieht nach dem gleichen, einleuchtenden Prozess wie dem des physischen Auges, das, nach Goethe, an der physischen Sonne und deren Licht-Wirkung gebildet ist. Ebenso bilden sich Geistkörper und Geistorgane in der nachhaltigen „Begegnung“ mit der göttlich-geistigen Welt und ihrer Geschöpfe aus. Diese sind aber rein geistige Gebilde und daher sowohl erkennend als auch erkennbar nur für Gleichgeartetes - wiewohl das inkarnierte SELBST prinzipiell die ihm untergeordneten Reiche bewusst vollkommen durchdringen und erkennen kann.

 

Daher ist verständlicherweise für sein Gedeihen und Reifen förderlich, wenn sich das werdende Geistwesen auch „räumlich“ dort aufhalten kann, wo Gleichgesinnte sich befinden. Allein schon die „körperliche“ Nähe dieser ist, wie speziell dafür geschaffene und entsprechend belebte Räumlichkeiten, seiner Anregung und damit dem Wachstum des Geistkörpers dienlich.

 

Wenn Zwei oder Drei - in meinem Namen - beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen

 

drückt genau diesen Sachverhalt aus.

 

Auch trägt die Beschäftigung mit spirituellem Gedankengut dazu bei, sich - auch wenn es der Verstand nicht unbedingt bemerkt - an seinen inneren Wesenkern zu erinnern, sich ihm zuzuwenden. Dies kann ebenfalls augenblicklichen Zustrom göttlich-geistiger Energie zur Folge haben und wird durch Bündelung der - der Aufmerksamkeit stets folgenden - ICH-Energie eventuell verstärkt.

 

Wesentliche Kriterien der Hilfen zur SELBST-Findung sind, in Bezug auf das vom Ich her „Machbare“, aber eher die Folgenden:

 

Loslassen,

Nichtmehr-Verhaften,

Sich-Befreien von behindernden Begrenzungen.

 

Behinderungen lassen sich auf allen Wesensebenen definieren als Verhärtungen, Blockaden, Ignoranz, Schwere. Sie äußern sich als  festgefahrene Denkmuster, eingeschliffene seelische Reaktionsweisen, Liebhabereien, in Lebens- oder Gewohnheitsmustern. Sie sind als Einseitigkeiten, Disharmonien, Fehlentwicklungen, überdimensionale Aufblähungen des Egos oder ICHs zu verstehen. Aber als solche entbehren sie zugleich der notwendigen Bemeisterung durch dasjenige Ich, das weiß, dass seine eigentliche Bestimmung die ist, Träger und Gefäß des SELBST zu sein.

 

Auf eines der wirklich  probaten Mittel zur - indirekten - Förderung der SELBST-Findung, des SELBST-Werdens, wurde schon vor mehr als 2000 Jahren wie folgt hingewiesen:

 

„wenn ihr nicht werdet wie die Kinder,

könnt ihr nicht in das Königreich der Himmel gelangen“.

 

Diesen zentralen Rat wollen wir versuchen, in der Freien Geistesschule anwendbar zu machen und umzusetzen.

Leichter gesagt als getan. Denn dazu:

 

„muss man (zuerst) von Neuem Geboren sein“

 

Was ist damit aber gemeint?

Welchen Weg schlägt man dazu ein?

Kann man diesen überhaupt selbst einrichten, herstellen, bewirken?

 

Die Freie Geistesschule wird auf diese Fragen die gleichen Antworten geben müssen, wie alle Menschen und Gruppierungen, die denselben kulturübergreifenden Sachverhalt, dieselben universellen spirituellen Tatsachen erfahrungsbasiert beleuchten müssen.

Das maßgeblich unter- und entscheidende Kriterium ist immer, dass das Hervorbringen und die Entwicklung des SELBST unmöglich durch das EGO oder ICH, also mittels des Einsatzes von Wollen und Willen bewirkt werden kann.

Einen solchen Vorgang nennt man Emanation und dieser Begriff bezeichnet ein Wesen, das sich aus sich, zu sich selbst hin hervorbringt.

Wer diese Unterscheidung trifft, versteht, dass als äußere Unterstützung und „Hilfen“ des ICH nur infrage kommen können:

Sanftmut, Loslassen, SEIN-Lassen

Stille, Entspanntheit, Vertrauen

Leersein, Nicht-Tun, Nicht-Ich

Absichtslosigkeit, Hingabe, Selbstübergabe

 

Es geht darum, alle diese Attribute im Leben als große Befriedung, als dauerhaftes Stillewerden, als vollständige Hinwendung zu erfahren, zuzulassen und „anzuwenden“.

Dabei meint das „wenn ich nicht werdet wie die Kinder“ selbstverständlich nicht ein „kindliches Benehmen“.

Wer sich fragt, welche Vorzüge das „Kindsein“ gegenüber dem „Erwachsen“- oder „So-Gewordensein“ haben könnte und wer diese Einsichten dann versuchsweise überträgt auf den Prozess der SELBST-Findung, kann den einzigartigen Hinweis niemals missverstehen.

 

Im Zuge des so eingeladenen und angeregten Sich-Öffnens, Sich-Preisgebens findet das SELBST immer mehr Einlass in das Wesen. Desto intensiver erfährt dann das Ich eine Berührung durch die Strahlungen des geistigen, sonnenhaften Lichtes des SELBST. Immer stärker dringen die Radiationen der geistig-göttlichen Welt und des SELBST in das irdische Wesen ein und beflügeln, nähren und bekräftigen den fortschreitenden Durchlichtungsprozess.

 

Dieser wird ersteinmal bekrönt durch die sogenannte Erleuchtung, das vollbewusste Verschmelzen des inneren Geistwesens SELBST mit dem äußeren und dadurch von den Begrenzungen des ICH erlösten Persönlichkeits-Menschen.

 

 

 

 

 

SELBST-Findung